Mitmischen: Das ISI Forum bietet die Möglichkeit sich auszutauschen.
Zum Forum...
ISI auf Facebook

Scham: ihre Entdeckung und Überwindung

Kursleitung
Egon Hartwig, Hamburg
Eva Leveton (+ April 2015. Wir trauern um sie.), San Francisco

"Dem Schatten begegnen"

Wo leben "Aschenputtels" Schwestern in meinem Seelenhaus? Und wo haben die arroganten Brüder aus Grimm’s weniger bekannter Geschichte "Die drei Federn” ihren Platz? Diese beiden Märchen formen den Hintergrund unserer Arbeit mit Scham.
Welcher Weg führt Aschenputtel aus ihrer zurückgesetzten und beschämenden Lage? Warum schämt sie sich offensichtlich nicht, genau so wenig wie ihre Schwestern oder die Brüder des Dummlings? Und wie sehen die modernen Rollen aus? Verharren auch wir in einer harten Küchenexistenz? Muss Aschenputtel warten bis sie 'erlöst' wird? Was muss der Dummling erkennen, bis sich seine Lage ändert? Wie lange hat er unter dem Druck dieses Namens gelebt? Sind diese Protagonisten völlig hilflos oder vielleicht doch nicht ganz?
Wie viele von uns kennen das Erlebnis der Scham aus der Kindheit - ausgelöst von einem Tadel der Erwachsenen, die uns mitteilten, das wir nicht in ein Schloss, sondern in eine Küche oder sogar in einen Keller gehören. Herbe Kritik und Herabsetzung werden leicht verinnerlicht. "Du bist (bei weitem) nicht gut genug." "Du wirst nie etwas werden." “Du warst immer ein Dummling.”
Wir bemerken kaum das solche Worte weiter in uns leben und oft unseren
Lebensweg bestimmen. Wir fühlen uns ausgestoßen, haben Angst, das wir ewig allein und erfolglos bleiben werden. Solche negativen Sätze können tief in uns verborgen bleiben und doch unser Leben und Handeln bestimmen.

Und wie selten richten wir uns nach dem Gegenteil des Tadels - wie selten
gelingt es uns in unseren Selbstgesprächen uns mit uns selber zu befreunden, uns zu loben, anzuspornen, zu erlösen. Dürfen wir uns überhaupt selber loben? Was für ein Leben verdiene ich?
Wir werden diese Themen im Rollenspiel ausprobieren, um unseren Weg aus Aschenbrödels Küche in eine produktive Außenwelt zu finden — um die eingesperrte Energie Aschenbrödels und des Dummlings zu befreien und als kraftvolle Menschen unsere eigene Macht zu gebrauchen.

Dieses Seminar steht in einer Reihe von Seminaren, die Eva Leveton bei uns in Hamburg anbietet. Ihre lebendige und unorthodoxe Vorgehensweise beeindruckt, regt an, fordert heraus und hilft weiter. In ihrer Person vereinen sich jahrzehntelange Selbst- Erfahrung und behutsam gewachsene Fremd- Erfahrungen zu einem eigenen Weg kreativ-therapeutischer Arbeit.

Termin

Mittwoch31. August201118:00 - 21:00
Donnerstag01. September201110:00 - 19:00
Freitag02. September201110:00 - 14:00

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an:

  • Fachkräfte psychosozialer Arbeitsfelder
  • Pädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Sozialarbeit*innen, Erzieher*innen
  • Supervisor*innen, Coaches, Trainer*innen

Voraussetzung

keine

Kosten

Kursgebühr 210 €

Ort

Die Veranstaltung findet in Hamburg statt.

ISI - Institut für Soziale Interaktion
Bei der Christuskirche 4
20259 Hamburg

Literatur

Leveton, Eva
Healing Collective Trauma Using Sociodrama and Drama Therapy (2010)
EinBlick in das Buch

Leveton, Eva
Mut zum Psychodrama (2002)
ISBN 3894034262

Flyer

EL - Scham: ihre Entdeckung und Überwindung - Flyer

Bemerkungen

Dieses Seminar ist auch als Einzel-Veranstaltung zu buchen.
Bei gemeinsamer Buchung beider Seminare von Eva Leveton (Teil 1 und Teil 2) ist lediglich der Vorzugspreis von 400 € zu entrichten (Kostenersparnis von 35 € gegenüber dem Einzelpreis).

Anrechenbarkeit

  • 3 Weiterbildungstage
  • Sonderseminar

Änderungen vorbehalten

Zur Übersicht Anmelden