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Zwischen Realität und virtuellem Sozialraum

Kursleitung
Ute Binnenbruck, Hamburg
Constanze Bauer, Hamburg

Virtuelle Welten von Kindern und Jugendlichen auf der Psychodramabühne

Seit der Entstehung der virtuellen Welt, die von Kindern und Jugendlichen selbstverständlicher und realitätstiftender empfunden wird als von den „helfenden“ Erwachsenen, ist ein Kampf um den Sinn und Wert des „Realen“ entstanden.
Kinder und Jugendliche verteidigen ihre Welt zwischen „World of Warcraft“, Youtube und Facebook gegenüber den Erwachsenen, die von ihnen ein Bestehen in der Schule, Familie und (alten?) Gesellschaft verlangen. Dies führt zu heftigen und zähen Auseinandersetzungen, ohne dabei die verfeindeten Stellungen aufweichen zu können.

Mit den Methoden des Psychodrama ergeben sich Möglichkeiten, den sich unverständig gegenüberstehenden Parteien eine Ebene der Kommunikation zu eröffnen: die Bühne. Die Methoden des Psychodrama von Rollenspiel bis zur SurplusReality sind hervorragend geeignet, den emotionalen Bezug der Jugendlichen in diesen Welten spürbar und begehbar zu machen. Die von den Digital Natives (Kinder, Jugendliche) empfundene Wirklichkeit kann im Psychodrama auch den Digital Immigrants (Eltern, Lehrer, Psychosoziale Helfer) sichtbar und nachvollziehbar werden. So kann das Psychodrama eine Möglichkeit im Verständnis zwischen den Generationen sein und als Medium in psychotherapeutischen und (sozial)-pädagogischen Arbeitsfeldern genutzt werden.

Im Seminar werden die Besonderheiten der Anwendung des Psychodrama mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt, das Spiel als Verarbeitungsform von Erlebnissen und Gefühlen ist Kindern näher als Erwachsenen und daher auch Grundlage jeder Kinder- und Jugendlichentherapie. Dies eröffnet in zentraler Weise die Begegnungsmöglichkeiten im Umgang mit dem Anderen, Fremden, hier: den virtuellen Welten.
Neugier auf Seiten der Helfer ist notwendig und muß den Kindern, Jugendlichen vermittelt werden, um deren Neugier auf die erwachsene Welt mit ihren Wahrheiten und Anforderungen zu erwecken.

Termin

Freitag15. Juni201217:00 - 21:00
Samstag16. Juni201210:00 - 19:00
Sonntag17. Juni201210:00 - 15:00

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an:

  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen
  • Pädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Sozialarbeit*innen, Erzieher*innen
  • psychosoziale und psychologische Berater*innen

Voraussetzung

keine

Anrechenbarkeit

Akkreditierung

Die Akkreditierung durch die Psychotherapeutenkammer Hamburg wird beantragt.

Kosten

Kursgebühr 225 €

Ort

Die Veranstaltung findet in Hamburg statt.

Praxis Francoise Thierfelder
Dorotheenstr. 137
22299 Hamburg

Literatur

Ganguin, Sonja
Computerspiele und lebenslanges Lernen: Eine Synthese von Gegensätzen (2010)

Hardt, Jürgen | Cramer-Düncher, Uta | Ochs, Matthias (Hg.)
Verloren in virtuellen Welten: Computerspielsucht im Spannungsfeld von Psychotherapie und Pädagogik, (2009)

Pruckner, Hildegard
Das Spiel ist der Königsweg der Kinder: Psychodrama, Soziometrie und Rollenspiel mit Kindern (2001)
ISBN 3929296101

Radtke, Christian
Eine Analyse zur Bedeutung von Computerspielen für die Lebenswelt Kinder und Jugendlicher (2010)

Flyer

Bemerkungen

Dieses Seminar ist nur als Einzel-Seminar zu buchen.

Änderungen vorbehalten

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