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Psychodrama und Schauspiel „Das erste Instrument ist die Bühne ...“

Kursleitung
Herta Daumenlang, Oerlinghausen (Hamburg)
Martin Kreidt, Hamburg

Die Bühne war einst ein magischer Raum. Nur Eingeweihte, die über die nötigen Kenntnisse verfügten, konnten ihn betreten. Im Theater bekam die Bühne einen weltlichen, irdischen Rahmen und wurde zu einem Spiegelort des Diesseits. Doch das Besondere blieb erhalten. Wer auf einer Bühne agiert, kann es spüren. Das Psychodrama basiert auf dieser einzigartigen Kraft.
Es nutzt die Bühne als einen „anderen Ort“. Dort lassen sich Dinge sagen, behaupten und erfahren, dort findet sich die Ebene des Spiels mit all seinen Möglich- und Unmöglichkeiten, seiner Leichtigkeit, seiner Vitalität, seiner Phantasie und seinen Abgründen.

Wie jeder Ort hat die Bühne ihre Regeln und Gesetze. Wer sie kennt und einsetzen kann, wird von ihrem Potential auf besondere Art und Weise profitieren. Im Zentrum stehen grundsätzliche Schauspieltechniken. Sie werden erlernt, ausprobiert und auf psychodramatische Arbeitsweisen übertragen. Es entstehen spielerisch überraschend neue Wege.

Die Themen sind

- Körperliche Intelligenz. Es gibt im Menschen eine produktive Ebene jenseits der Ratio. Auf der Bühne ist sie die maßgebliche Quelle.
- Interaktion und Chor. Das Zusammenspiel geht nach Regeln. Die sind erhellend und ihr Einsatz macht frei.
- Improvisation. Jeder Augenblick auf der Bühne ist ein schöpferischer. Das freie Spiel ist eine Lebenskraft.

Moreno schreibt 1946: „Das erste Instrument ist die Bühne. Warum eine Bühne? Sie umgibt den Patienten mit einem mehrdimensionalen und äußerst beweglichen Lebensraum. Im oft engen und beengten Lebensraum der Wirklichkeit kann er leicht das Gleichgewicht verlieren. Auf der Bühne kann er es auf Grund der Methodologie der Freiheit wieder finden – Befreiung von unerträglichen Druck und Freiheit für Erlebnis und Ausdruck. Der Bühnenraum ist eine Erweiterung des Lebens über die Realitätsprüfung des Lebens selbst hinaus. Wirklichkeit und Phantasie sind nicht im Widerstreit, sondern beide sind Funktionen innerhalb einer erweiterten Sphäre – der psychodramatischen Welt von Objekten, Personen und Ereignissen. Dementsprechend ist Hamlets Vater genauso wirklich und daseinsberechtigt wie Hamlet
selbst. ...“

Termin

Freitag04. November201616:00 - 21:00
Samstag05. November201610:00 - 20:00
Sonntag06. November201610:00 - 14:30

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an:

  • alle Interessierten
  • Teilnehmende der Fachausbildung Psychodrama

Voraussetzung

keine

Anrechenbarkeit

  • 3 Weiterbildungstage
  • Sonderseminar

Kosten

Kursgebühr 249 €

Ort

Die Veranstaltung findet in Hamburg statt.

ISI - Institut für Soziale Interaktion
Bei der Christuskirche 4
20259 Hamburg

Literatur

Flyer

Bemerkungen

Dieses Seminar ist als Einzel-Seminar zu buchen.

Änderungen vorbehalten

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