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Meine Rollen im Lebensbogen - fühlen und entscheiden

Kursleitung
Susanne Dräger, Hannover
Eva Leveton (+ April 2015. Wir trauern um sie.), San Francisco

Moreno schreibt: Das erste Psychodrama hat schon im Mutterleib begonnen. Die ersten Rollen unseres Lebens, die wir aus den vielen Möglichkeiten auswählen, sind tief und intensiv mit dieser Zeit verbunden. Sie sind geprägt von Körper und Psyche und den Erwartungen der Mutter. In der weiteren Rollenentwicklung und - erweiterung sind viele Faktoren bedeutsam: das Klima in der Familie, das Geschlecht des Kindes, die Geschwisterkonstellation, die finanzielle Situation und der familiäre Status. Ebenso fließen die gesellschaftlichen und kulturellen Rahmenbedingen als bedeutsame Realitäten mit ein.
Jede Rolle hat unendliche Möglichkeiten der Transformation. Ein stilles Kind kann in ausgesprochene Trotzphasen kommen. Das Kolik-Baby kann sich zu einem ruhigen und gesunden älteren Kind entwickeln. Das jüngste Kind kann die Rolle des Lieblingskindes einnehmen oder das eines Störenfriedes. Die Schule kann einem ruhigen, oft übersehenen Kind einer großen Familie eine Stimme geben und die Möglichkeit, sich als Musterstudent zu behaupten.
Schließlich heißt Adoleszenz für alle Kinder eine entscheidende Veränderung. Werden die Rollen der Kindheit als erwachsene Person beibehalten, weiter ausdifferenziert oder abgelegt? Wie viel wissen wir über unsere eigenen Rollenwahlen im Lebensbogen?

In diesem Workshop werden wir uns mit unseren eigenen Rollen beschäftigen und sie bearbeiten.

  • Welche Rollen spielten wir früher?
  • Welche spielen wir jetzt?
  • Haben wir bewusst neue Rollen ausprobiert?
  • Oder hat das Leben uns mit neuen, unvermeidlichen Rollen konfrontiert?
  • Welche Situation haben dazu geführt?
  • Wer hat uns beeinflusst?
  • Worin verharren wir und welchen Herausforderungen wollen wir uns stellen?

Die Methodenvielfalt des Psychodramas bietet uns den Ausgangspunkt zur Selbsterfahrung und Heilungsansätzen. Die Reflexion des psychodramatischen Geschehens in der Gruppe unterstützt uns bei der Umsetzung in die eigene Beratungspraxis.

Dieses Seminar steht in einer Reihe von Seminaren, die Eva Leveton bei uns in Hamburg anbietet. Ihre lebendige und unorthodoxe Vorgehensweise beeindruckt, regt an, fordert heraus und hilft weiter. In ihrer Person vereinen sich jahrzehntelange Selbst- Erfahrung und behutsam gewachsene Fremd- Erfahrungen zu einem eigenen Weg kreativ-therapeutischer Arbeit.

Sehen Sie zu Eva Leveton auch dieses kurze Video zu ihrer Herkunft:

Video zu Eva Leveton

Termin

Freitag29. Mai200918:00 - 21:00
Samstag30. Mai200910:00 - 18:00
Sonntag31. Mai200910:00 - 18:00
Montag01. Juni200910:00 - 15:00

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an:

  • Fachkräfte psychosozialer Arbeitsfelder
  • Supervisor*innen, Coaches, Trainer*innen

Voraussetzung

keine

Anrechenbarkeit

  • Sonderseminar

Akkreditierung

Dieses Seminar ist mit Bescheid vom 13.01.2009 von der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert worden:
26 FP Kategorie Selbsterfahrung/Reflexion

Kosten

Kursgebühr 280 €

Ort

Diese Veranstaltung findet in Hamburg statt.

Körperzentrum Hamburg
Emilienstrasse 78
20259 Hamburg

Literatur

Leveton, Eva
Mut zum Psychodrama (2002)
ISBN 3894034262

Petzold, Hilarion | Mathias, Ulrike
Rollenentwicklung und Identität. Von den Anfängen der Rollentheorie zum sozialpsychiatrischen Rollenkonzept Morenos. (1982)

Schacht, Michael
Spontaneität und Begegnung. Zur Persönlichkeitsentwicklung aus der Sicht des Psychodramas (2003)
ISBN 3929296136

Von Ameln, Falko | Gerstmann | Kramer, Josef
Psychodrama: Grundlagen. (2014)

Flyer

EL - Meine Rollen im Lebensbogen 2008 - Flyer

Bemerkungen

Dieses Seminar ist nur als Einzel-Seminar zu buchen.

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