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Fortbildung in humanistischer szenisch-kreativer Psychotherapie

Kursleitung
Herta Daumenlang, Oerlinghausen (Hamburg)
Alfred Hinz, Hamburg
Dr. Ulrich Linke, Oerlinghausen
Drumi Dimtschev, Hameln
Dr. Michael Schacht, Olfen
Helmut Dorra, Quickborn

Diese Fortbildung entspricht dem Umfang der Nachqualifizierung in humanistischer Psychotherapie nach den Kriterien der AGHPt .

Die triadische Aktionsmethode Psychodrama, Soziometrie und Gruppenpsychotherapie besser bekannt unter dem Namen Psychodrama ist ein Verfahren der humanistischen Psychotherapie, dass heute in unterschiedlichsten Anwendungsfeldern eingesetzt wird. Moreno entwickelte das Psychodrama als „Therapie in der Gruppe, durch die Gruppe, für die Gruppe und der Gruppe (Moreno nach Leutz, 1974) aus dem Stegreiftheater und kann als eines der ersten gruppenpsychotherapeutischen Verfahren bezeichnet werden. Das fundierte Verfahren besitzt in seiner Methodik ein Instrumentarium spezifischer Gestaltungstechniken, das die Selbstregulationskräfte sowie die Interaktions- und Beziehungskompetenzen des Menschen aktiviert und entwickelt. In der Anwendung des Psychodramas werden dysfunktionale Handlungsmuster erlebbar, verstehbar und können kreativ umgestaltet werden.

Ausgangspunkt ist die Vorstellung des sich und anderen begegnenden Menschen, der sich im Beziehungsnetz zu anderen Menschen und durch Interaktionen mit seiner konkreten sozialen und natürlichen Umwelt entfaltet. Der Mensch ist in seinem Wesen aktiv handelnd und entfaltet sich kreativ verknüpfend in somatischen, psychischen und sozialen Rollen mit seiner nächsten Umgebung. Wenn die kreative Rollenentfaltung und -gestaltung im Kontext der sozialen, natürlichen und kulturellen Umwelt möglich ist, entsteht Balance, die wir allgemein als Gesundheit fassen können. Ist diese Bewegung allerdings gestaut, erstarrt, fixiert, also in der Imbalance, entsteht Krankheit. Sie zeigt sich in dysfunktionalen Beziehungs- und Handlungsmustern, in Spontaneitätsdefiziten, in Rollenkonfusion.

Die menschliche Fähigkeit, szenisch kreativ zu handeln sowie sich über eine verbale, Bilder- und Symbolsprache zu vermitteln, wird durch das Psychodrama befördert. Ein elaboriertes methodisches Instrumentarium ermöglicht es, im therapeutischen Prozess die Vielfalt menschlicher Ausdrucksformen anzuschauen, zu verstehen und wenn nötig, zu modifizieren. Psychodramatherapie behandelt Konflikte und Störungen ganzheitlich und wirkt dadurch stabilisierend, konfliktlösend, ressourcenentwickelnd und entwicklungsfördernd.

In der Kompaktfortbildung Psychodrama als Verfahren der humanistischen Psychotherapie wollen wir psychodramatischen Grundannahmen bezüglich des Menschenbildes und der Persönlichkeitstheorie beleuchten, und daraus Aspekte einer Saluto- bzw. Pathogenese herausarbeiten. Vor dem Hintergrund bestehender Methoden und Techniken wird ein Instrumentarium für die Anwendung im psychotherapeutischen Setting vom Erstkontakt bis zum konkreten Behandlungssetting entwickelt, dass sowohl für die Einzel- als auch Gruppentherapie anwendbar ist. Weiterhin werden wir das Verfahren hinsichtlich seiner Anwendung bei spezifischen Störungsbildern kennenlernen.

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an:

  • Ärztliche und Psychologische Psychotherapeut*innen
  • Fachkräfte psychosozialer Arbeitsfelder
  • Fachkräfte therapeutischer Teams
  • Pädagog*innen, Sozialpädagog*innen, Sozialarbeit*innen, Erzieher*innen
  • Teilnehmende der Fachausbildung Psychodrama

Zeitraum & Seminare

Folgende Termine stehen fest:

  1. 18.11.2016 16:00 - 20.11.2016 14:30
    Allgem. und spez. Störungslehre psychischen Leids. Perfekte Ziele und strukturelle Störung (HPT 1.1)
  2. 07.07.2017 16:00 - 09.07.2017 14:30
    Prozess und Veränderung - das Modell der Spontaneität-Kreativität (HPT 1.2)
  3. 06.10.2017 16:00 - 08.10.2017 14:30
    Die Behandlung affektiver Störungen (HPT 1.3)
  4. 10.11.2017 16:00 - 12.11.2017 14:30
    Die Behandlung somatoformer Störungen (HPT 1.4)
  5. 15.12.2017 16:00 - 17.12.2017 14:30
    Persönlichkeitsstörungen (HPT 1.5)
  6. 19.01.2018 16:00 - 21.01.2018 14:30
    Phänomenologie und Existenzanalyse in Beratung und Psychotherapie I (HPT 1.6)
  7. 16.02.2018 16:00 - 18.02.2018 14:30
    Phänomenologie und Existenzanalyse in Beratung und Psychotherapie (HPT 1.7)
  8. 16.03.2018 16:00 - 18.03.2018 14:30
    Anwendungsfeld Sucht
  9. 27.04.2018 16:00 - 29.04.2018 14:30
    Die Behandlung von Psychotraumata

Umfang

Diese Kompaktfortbildung beinhaltet die aufgeführten 9 Seminare.

Akkreditierung

Diese Seminare sind mit Bescheid 2767202016000790000 vom 30.03.2016 von der Psychotherapeutenkammer Hamburg akkreditiert worden: 19 Punkte je Seminar (9 FP Kategorie Kenntniserwerb und 10 FP Kategorie Reflexion). Die Ärztekammer hat uns mitgeteilt, dass die Teilnahmebescheinigung, aus der die Akkreditierung durch die PTK hervorgeht, die Grundlage für die Bepunktung für Ärzte ist und übernommen wird.

Abschluss

qualifizierte Teilnahmebescheinigung

Ort

Die Veranstaltung findet in Hamburg statt:

ISI - Institut für Soziale Interaktion
Bei der Christuskirche 4
20259 Hamburg

Seminarkosten

Kursgebühr 2241 €

Voraussetzung

Vorerfahrungen mit Psychodrama oder mindestens ein Jahr Weiterbildung in einer anderen Psychotherapiemethode.

Änderungen vorbehalten

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