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Weiterbildung mit Format! (interne Fortbildung für alle ISI-Mitarbeiter)

Kursleitung
Paul Gerhard Grapentin, Hamburg
Dr. Christoph Hutter, Münster

Das Psychodrama als gemeinsames Verfahren wurde in den letzten Jahren am ISI viel diskutiert. Hier gibt es gemeinsame Ideen, auf welche Theorielandkarten wir uns beziehen können, um ein geteiltes Verständnis szenisch-kreativer Arbeit zu entwickeln und um wesentliche Basics in den Aus- und Weiterbildungen zu vermitteln.
Mit der Entscheidung für formatierte Ausbildungen in szenisch-kreativer Supervision/Coaching, szenisch-kreativer Therapie und szenisch-kreativer Beratung rückt die Frage nach den unterschiedlichen Formaten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Auch hier wäre es wünschenswert, sich darüber zu verständigen, welche Theorien, Konzepte und Methoden zum Kernbestand unseres Supervisions-, Therapie- und Beratungsverständnis gehören. Eine solche Diskussion möchte die Unterschiede zwischen Stilen und Persönlichkeiten weder negieren noch verwischen. Natürlich gilt auch in der professionellen Beziehungsarbeit weiterhin die alte Köl‘sche Weisheit „Jeder Jeck ist anders“. Gerade um so eine Ausdifferenzierung zu rahmen braucht es eine Klärung, was das geteilte Fundament ist, auf dem wir mit unserem Bild von Supervision/Coaching, Therapie und Beratung stehen.
Um zu so einem common ground zu kommen, verständigen wir uns an dem Fortbildungstag in einem ersten Teil prinzipiell darüber, welchen Fragen und Herausforderungen sich jedes Format stellen muss. Im Kern sind dies vier große Bereiche:
1. Jedes Format muss ein Verständnis des eigenen institutionellen Rahmens entwickeln. Welcher gesellschaftliche Auftrag wird durch das Format bedient? Welche juristischen, bürokratischen und ökonomischen Rahmenbedingungen gibt es? Wie hat sich das Format historisch entwickelt? Welche Selbstbeschreibungen geben darüber Auskunft, was Beratung/Therapie/Supervision/Coaching oder ein anderes Format ausmacht?
2. Jedes Format muss sich mit den eigenen Arbeitsprozessen auseinandersetzen. Sowohl äußere Arbeitsabläufe, als auch die innere Prozessdynamik müssen beschreibbar sein, damit sie gestaltbar werden.
3. Jedes Format muss Auskunft darüber geben, an welche Zielgruppe, welches Klientel oder welche Situationen es sich wendet. Wer oder was ist das Gegenüber, wenn ich therapiere, supervidiere, coache oder berate? Wann kommt das entsprechende Format zum Einsatz? Etwas abstrakt kann man hier vom Objekt des Formates sprechen.
4. Schließlich muss jedes Format darüber informieren, wie es methodisch vorgeht. Gibt es spezifische Handlungsansätze, die regelmäßig zur Anwendung kommen? Gibt es Instrumente, die verlässlich bereit liegen müssen, damit die Arbeit gelingen kann? Wie geht das Format mit den unterschiedlichen Verfahren um? Wie gelingt Methodenintegration? Welche methodischen Ansätze sind besonders hilfreich?
Insgesamt ergibt sich also folgende Landkarte auf die sich die Entwicklung von Formatstheorien beziehen kann:

Landkarte zur Formatstheorie
bitte auf das Bild klicken

Der wichtigste Teil des Tages ist der Diskussion gewidmet, mit welchen Bausteinen die vier Bereiche in den jeweiligen Weiterbildungen gefüllt werden können und sollen.
Um hier zu einem lebendigen und ertragreichen Austausch zu kommen ist es wichtig, dass jeder und jede vorbereitet zu diesem Workshoptag kommt!
Folgende Fragen gilt es zu beantworten:

  • Welche Theoriebausteine würde ich in einer Weiterbildung auf jeden Fall lehren?
  • Was sind die zentralen Bilder und Beschreibungen mit denen ich die Formate in denen ich arbeite beschreibe?
  • Gibt es Theorien oder Theoretiker in meinem Bereich auf die ich mich häufig beziehe?
  • Welche Methoden und Arrangements benutze ich in meiner Arbeit regelmäßig? (hier interessieren besonders methodische Ideen, die nicht aus dem Psychodrama stammen).
  • Auf welches Klientel treffe ich in meiner Arbeit immer wieder?
  • Gibt es Fragen, mit denen ich besonders häufig konfrontiert bin, oder die mich besonders herausfordern?

Wenn jeder und jede zwischen fünf und zehn solche Bausteine mitbringt (Stichworte genügen!), dann haben wir ausreichend Material, um unsere Diskussionen über die drei formatierten Ausbildungen gemeinsam voranzutreiben.

Termin

Samstag28. November201511:00 - 18:00

Kosten

für ISI-Mitarbeiter kostenfrei

Ort

Die Veranstaltung findet in Hamburg statt.

Landesinstitut für Lehrerbildung
Weidenstieg 29
20259 Hamburg


Raum 109

Bemerkungen

Geschlossener Teilnehmerkreis.

Änderungen vorbehalten

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