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Kursleitung
Paul Gerhard Grapentin, Hamburg
Drumi Dimtschev, Hameln
Bindung und Geborgenheit haben sich als Grundbedürfnisse tief in unsere Natur eingeprägt und bilden die Grundvoraussetzung, auf dieser Welt zu existieren. Ohne diese Bedürfnisse und die damit verbundenen Fähigkeiten wären wir für immer verloren. Bindung bedeutet aber nicht nur basale Sicherheit (Schutz), sondern ist die Voraussetzung dafür, dass wir bekommen, was wir brauchen: Geborgenheit, Wärme, körperliche Zuwendung, Nahrung usw. Wenn die basale Sicherheit bedroht ist, empfinden wir Angst, wenn aber unsere Versorgung nicht ausreicht, entstehen komplexere Gefühle: wir erleben, zu kurz gekommen zu sein, das macht uns ärgerlich und neidisch auf andere, die das haben, was wir selber brauchen. Das Kind, das sich als zu kurz gekommen erlebt, befindet sich auf einem Entwicklungsstadium, wo es deutlich wahrnimmt, dass seine Versorgung nur durch die Bindung an ein Objekt entstehen kann. Daher versucht es, die den Anderen bedrohenden Gefühle in Zaum zu halten: anstatt aggressiv zu werden und zu fordern, wird das Kind übersozial: es unterstützt die versorgende Person, um selbst irgendwann dran zu kommen. Es entsteht die Fantasie: ich muss zunächst etwas leisten, um erst dann die Liebe, die Zuwendung und die Belohnung zu bekommen. Typisches Beispiel hierfür ist das Märchen die Sternentaler: wenn ich zunächst (selbstlos und ohne Berechnung) alles abgebe, werde ich später reichlich belohnt. Dieses Muster setzt sich auch im Erwachsenenalter fort.
Jeder von uns kennt Menschen, die glauben, alles für andere gegeben zu haben, sich aber dadurch nicht reich und zufrieden, sondern beraubt und leer fühlen. Das Leitgefühl ist die Depression, verbunden mit tiefster Verbitterung, Enttäuschung und Hilflosigkeit. Als Therapeuten oder Berater spüren wir in der Ausstrahlung solcher Klienten den eher unbewussten Wunsch nach Wiedergutmachung: jetzt bin auch mal dran und ich möchte möglichst sofort alles kriegen. Aus Hoffnung wird eine neue Enttäuschung und der Kreislauf führt immer mehr in die Tiefe.
Der Ablauf dieses Seminars bietet sowohl Selbsterfahrungsaspekte an wie auch die Möglichkeiten zu erfahren, wie Sie mit den angesprochenen Themen psychodramatisch in Therapie und Beratung arbeiten können.
| Freitag | 05. Oktober | 2007 | 19:00 - 22:00 |
| Samstag | 06. Oktober | 2007 | 10:00 - 20:00 |
| Sonntag | 07. Oktober | 2007 | 10:00 - 15:00 |
Dieses Seminar richtet sich an:
Kursgebühr 190 €
Die Veranstaltung findet in Hamburg statt.
ISI - Institut für Soziale Interaktion
Bei der Christuskirche 4
20259 Hamburg
Dieses Seminar ist auch als Einzel-Seminar zu buchen.
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