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Psychodrama in der Anwendung bei Angsterkrankungen

Kursleitung
Drumi Dimtschev, Hameln

(PT 1.1)

Angsterkrankungen werden immer mehr zu „Zeitkrankheiten“. Hierzu gehören die Phobie (darunter auch die sogenannte soziale Phobie), die Panikstörung und die generalisierte Angststörung. Angst ist mit Verhaltensweisen von Rückzug, Vermeidung und Einschränkung verbunden, was im Gegensatz zum (heute weit propagierten) Ideal des autonomen, autarken, zu jeder „Flexibilität" und „Veränderung“ fähigen Menschen steht.

Das amerikanische Ideal des unabhängigen und „freien“ Menschen bildete sich in den Grundsätzen der Ich-Psychologie kurz nach dem II. Weltkrieg ab, wo der Begriff des autonomen Ichs und der Individuation eine besondere Wichtigkeit bekam.

Im Gegensatz dazu meinte H. Kohut als erster Vertreter der später entstandenen Selbst-Psychologie, dass nicht die Individuation das höchste Ziel der Entwicklung sei, sondern die sich zur Reife umformenden Selbstobjekt-Beziehungen. Der Mensch braucht auch bei seiner Reifung sogenannte Selbst-Objekte, die als Gruppe psychologischer Funktionen zur Aufrechterhaltung, Wiederherstellung und Umwandlung des Selbsterlebens (Stolorow) beschrieben werden. Nicht das isolierte Individuum, sondern seine ihn bestätigenden und spiegelnden Beziehungen und daher der intersubjektive Aspekt, kamen ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

So bekam auch das Verständnis der Angstkrankheiten einen intersubjektiven Schwerpunkt, der übrigens schon in Freuds Denken vorhanden war. Zugleich wurde deutlich, dass Angsterkrankungen eigene Teufelskreise entwickeln (was Freud auch meinte), die aus therapeutischer Sicht auch eine aktive Auseinandersetzung mit dem Symptom erfordern.
Psychodrama bietet ein reiches Repertoire an Techniken und Vorgehensweisen sowohl im Studium und Transformation von internalisierten Beziehungen und zeitübergreifenden inneren Konflikten wie auch im Einüben und Verfestigen („Generalisieren“) neuer Verhaltensmuster. In diesem Seminar bekommen die Teilnehmer die Möglichkeit, bestimmte strukturierte psychodramatische Interventionen zu erlernen, die sofort in die eigene Praxis umsetzbar sind.

Termin

Freitag23. September201117:00 - 21:00
Samstag24. September201110:00 - 20:00
Sonntag25. September201110:00 - 15:00

Zielgruppe

Dieses Seminar richtet sich an:

  • Ärztliche und Psychologische Psychotherapeut*innen
  • Fachkräfte therapeutischer Teams
  • psychosoziale und psychologische Berater*innen
  • Psychotherapeut*innen

Voraussetzung

Vorerfahrungen mit Psychodrama oder mindestens ein Jahr Weiterbildung in einer anderen Psychotherapiemethode.

Anrechenbarkeit

Kosten

Kursgebühr 225 €

Ort

Die Veranstaltung findet in Rinteln statt.

Burghof-Klinik
Ritterstr. 19
31737 Rinteln

Literatur

Flyer

Psychodrama in der Anwendung bei Angserkrankungen 2011 - Flyer

Bemerkungen

Dieses Seminar ist als Einzel-Seminar zu buchen.
Es ist auch möglich, dieses Seminar im Rahmen der Kompaktfortbildung Psychotherapie 2011-12 (4 Seminare von je 225 €) zu einem ermäßigten Preis zu buchen.

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