06.04.2010, 18:22
PRESSEINFORMATION
Köln, den 6. April 2010
Pressekontakt:
Deutsche Gesellschaft für
Supervision e.V.
Geschäftsstelle
Marco Malavasi
Lütticher Straße 1 - 3
50674 Köln
Fon: 0221.9 20 04.0
Mobil: 0171 28 777 20
Fax: 0221.9 20 04.29
E-mail: marcomalavasi@dgsv.de
Internet: http://www.dgsv.de
Seite 1
Stellungnahme der DGSv zum Beschluss des SPD-Präsidiums „Fairness auf dem Arbeitsmarkt“ vom 15.3.10
Der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit
Die DGSv begrüßt die die Anerkennung von Fairness und Würde als konstitutive Elemente eines jeden Arbeitsverhältnisses durch das SPD-Papier. Dennoch muss die Debatte auch den großen Bereich der nicht entlohnten Arbeit mit einbeziehen, um wirklich gesellschaftlich wirken zu können.
Die Deutsche Gesellschaft für Supervision (DGSv) nimmt den Beschluss des SPD-Präsidiums vom 15. März 2010 sehr wohlwollend zur Kenntnis. Für die DGSv ist erfreulich, dass der Beschluss sich von den arbeitsmarktpolitischen Debatten der letzten Jahrzehnte abhebt und sich von veralteten Vorstellungen von Arbeit löst. „Der über Jahrzehnte bei einem Arbeitgeber in abhängiger Beschäftigung tätige Arbeiter oder Angestellte entspricht heute nur noch einem kleinen Ausschnitt der Arbeitswelt. In der Realität haben die Menschen vielmehr mit einer hohen Dynamik und großen Unsicherheiten zu kämpfen“, sagt Prof. Dr. Bernhard Lemaire, Vorsitzender der DGSv.
Die DGSv vermisst allerdings im Rahmen des Beschlusses eine klare Aussage, wie den qualitativen Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt politisch begegnet werden soll. „Unsere Studie ‚Arbeit und Leben‘ aus dem Jahr 2009 zeigt eindeutig, dass die Frage ‚Wie wird heute gearbeitet?‘ ebenso zentral für das Gelingen von Arbeitsbeziehungen ist, wie beispielsweise die quantitativen Faktoren Lohnniveau und Arbeitszeit“, betont Jörg Fellermann, DGSv Geschäftsführer.
Aus Sicht der DGSv muss die nun folgende Diskussion an dieser Stelle nacharbeiten, um die positiven Ansätze in die richtigen Bahnen zu lenken. Die DGSv wird hierzu ihren Beitrag leisten. So wurde eine eigene Projektgruppe innerhalb des Verbandes eingerichtet, die sich gezielt mit der Stärkung des Fallmanagements in den Jobcentern beschäftigt, um die dortige Beratungsqualität signifikant zu steigern. Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr eine neue Ausgabe des Monitors „Arbeit und Leben“ erarbeitet, um die qualitative Entwicklung von Arbeit weiter zu beleuchten. „Wir als Fach- und Berufsverband von 3.600 Supervisoren und Supervisorinnen freuen uns, dass die SPD bereit ist, den Fokus, den Politik auf Arbeit richtet, um qualitative Aspekte zu erweitern. Wir erwarten aber auch, dass die Erweiterung so weit geht, wie es nötig ist: Eine neue zukunftsfähige Arbeitskultur in Deutschland muss den arbeitenden Menschen ins Zentrum rücken und sich von der Betrachtung rein statistischer Größenordnungen verabschieden“, so Lemaire abschließend.
Köln, den 6. April 2010
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Marco Malavasi
Lütticher Straße 1 - 3
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Mobil: 0171 28 777 20
Fax: 0221.9 20 04.29
E-mail: marcomalavasi@dgsv.de
Internet: http://www.dgsv.de
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Stellungnahme der DGSv zum Beschluss des SPD-Präsidiums „Fairness auf dem Arbeitsmarkt“ vom 15.3.10
Der Mensch im Mittelpunkt der Arbeit
Die DGSv begrüßt die die Anerkennung von Fairness und Würde als konstitutive Elemente eines jeden Arbeitsverhältnisses durch das SPD-Papier. Dennoch muss die Debatte auch den großen Bereich der nicht entlohnten Arbeit mit einbeziehen, um wirklich gesellschaftlich wirken zu können.
Die Deutsche Gesellschaft für Supervision (DGSv) nimmt den Beschluss des SPD-Präsidiums vom 15. März 2010 sehr wohlwollend zur Kenntnis. Für die DGSv ist erfreulich, dass der Beschluss sich von den arbeitsmarktpolitischen Debatten der letzten Jahrzehnte abhebt und sich von veralteten Vorstellungen von Arbeit löst. „Der über Jahrzehnte bei einem Arbeitgeber in abhängiger Beschäftigung tätige Arbeiter oder Angestellte entspricht heute nur noch einem kleinen Ausschnitt der Arbeitswelt. In der Realität haben die Menschen vielmehr mit einer hohen Dynamik und großen Unsicherheiten zu kämpfen“, sagt Prof. Dr. Bernhard Lemaire, Vorsitzender der DGSv.
Die DGSv vermisst allerdings im Rahmen des Beschlusses eine klare Aussage, wie den qualitativen Veränderungen in der heutigen Arbeitswelt politisch begegnet werden soll. „Unsere Studie ‚Arbeit und Leben‘ aus dem Jahr 2009 zeigt eindeutig, dass die Frage ‚Wie wird heute gearbeitet?‘ ebenso zentral für das Gelingen von Arbeitsbeziehungen ist, wie beispielsweise die quantitativen Faktoren Lohnniveau und Arbeitszeit“, betont Jörg Fellermann, DGSv Geschäftsführer.
Aus Sicht der DGSv muss die nun folgende Diskussion an dieser Stelle nacharbeiten, um die positiven Ansätze in die richtigen Bahnen zu lenken. Die DGSv wird hierzu ihren Beitrag leisten. So wurde eine eigene Projektgruppe innerhalb des Verbandes eingerichtet, die sich gezielt mit der Stärkung des Fallmanagements in den Jobcentern beschäftigt, um die dortige Beratungsqualität signifikant zu steigern. Darüber hinaus wird noch in diesem Jahr eine neue Ausgabe des Monitors „Arbeit und Leben“ erarbeitet, um die qualitative Entwicklung von Arbeit weiter zu beleuchten. „Wir als Fach- und Berufsverband von 3.600 Supervisoren und Supervisorinnen freuen uns, dass die SPD bereit ist, den Fokus, den Politik auf Arbeit richtet, um qualitative Aspekte zu erweitern. Wir erwarten aber auch, dass die Erweiterung so weit geht, wie es nötig ist: Eine neue zukunftsfähige Arbeitskultur in Deutschland muss den arbeitenden Menschen ins Zentrum rücken und sich von der Betrachtung rein statistischer Größenordnungen verabschieden“, so Lemaire abschließend.